Tipps zum Drucken mit PLA

PLA ist sicher das am einfachsten zu druckende Filament - trotzdem haben wir noch einige Tipps & Tricks für Sie, die das Drucken mit diesem Material noch einfacher machen. 

Die empfohlene Drucktemperatur für das Drucken der meisten PLA Filamente* beträgt ca. 195 °C bis 210 °C. Da jeder 3D-Drucker allerdings über seine spezifischen, zum Teil einzigartigen Eigenschaften verfügt, empfehlen wir Ihnen, mit den Temperatur-Einstellungen ein wenig zu experimentieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen:
Um optimale Ergebnisse für Ihre Drucke zu erhalten, berücksichtigen Sie bitte die wichtigsten Variablen Ihres 3D-Druckers wie Düsendurchmesser, Druckgeschwindigkeit und Schichthöhe. Diese können in der jeweiligen Drucker-/Slicer Software leicht angepasst und für künftige Einsätze abgespeichert werden:
Faustformel:
Je höher die Druckgeschwindigkeit, desto höher muss auch die Drucktemperatur eingestellt sein, damit das Hotend mehr Kunststoffvolumen erhitzen kann.

Das gilt natürlich auch umgekehrt ..

PLA hat eine viel geringere Tendenz sich zu verziehen (Warping) als z.B. ABS. Daher kann sowohl mit als auch ohne ein beheiztes Druckbett gedruckt werden. Wenn Ihr 3D-Drucker allerdings über ein beheiztes Druckbett verfügt, empfiehlt es sich, diese Temperatur auf etwa 50 ° bis 60 °C einzustellen.

Von größter Bedeutung für exzellente Druckergebnisse ist die Haftung der ersten Druckschicht (First Layer) auf dem jeweiligen Untergrund: 

Es gibt einige Tricks, damit die erste Schicht Ihres PLA Drucks besser auf dem Druckbett Ihres 3D-Druckers haftet:

1. Blue Masking Tape (unsere Empfehlung):

PLA-Drucke haften sehr gut auf Blauem Abklebeband (Blue Masking Tape). Ursprünglich wurde dieses Band von Malern und Anstreichern in USA zum Abkleben des anzustreichenden Untergrundes verwendet, erfreut sich aber mittlerweile unter Anwendern von 3D-Druckern einer grossen Beliebtheit, da es neben den guten Hafteigenschaften auch keine Rückstände des Klebstoffs auf dem Druckbett hinterlässt.

Was ist wichtig beim Einsatz des Klebebands? Wenn Sie das Klebeband auf dem Druckbett aufbringen und es Ihnen nicht möglich sein sollte, die einzelnen Streifen nahtlos aneinanderzukleben, ist es besser, kleine Lücken zwischen den Klebeband-Streifen zu lassen, anstatt das dieses überlappt.  Überlappungen auch kleinerer Stücke des Bandes können später Schwierigkeiten während des Druckvorgangs verursachen, da sich dadurch der Abstand "Oberfläche Druckbett <-> Düse" um ca 0,1 mm verringert.

Wir haben eine Vielzahl von Klebebänder getestet und festgestellt, dass die besten Ergebnisse mit Eurocel oder 3M Blue Masking Tape erzielt werden können.

2. Benutzung von Dauer-Druckfolien, wie z.B. BuildTak 

BuildTak ist eine bewährte, dünne, haltbare Kunststofffolie, die auf das Druckbett von FFF- / FDM- 3D-Druckern aufgeklebt wird. Sie bietet eine optimale Druckoberfläche für 3D-Objekte, die für während der Dauer des Ausdrucks zuverlässig haften, aber gleichzeitig eine einfache, saubere Entfernung des gedruckten Bauteils sicherstellen. BuildTak ist eine professionelle Lösung und ersetzt in den meisten Fällen das Arbeiten mit Haarspray, ABS Saft oder anderen alternative Lösungen! Die Folie kann mit einer normalen Haushaltsschere auf das für Ihren Drucker passende Maß abgeschnitten werden.
Wenn Sie bisher mit anderen Beschichtungen wie z.B. Blue Painter Band oder Kapton gearbeitet haben, müssen Sie die Einstellungen des Düsenabstands neu vornehmen, um eine gute, aber nicht zu gute Haftung der ersten Druckschichten zu erreichen. 

3. Klebestift

Falls Sie ein Druckbett aus Glas besitzen, reicht auch oft das Bestreichen mit einem Klebstfift:
Beste Erfahrungen haben wir mit dem "silbernen" Pritt-Stift gemacht, abraten möchten wir vom lösungsmittelfreien UHU-Stick.

* gilt nicht für PLA Filamente, die mit Zusatzstoffen vermischt sind

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